Architekt oder Werkzeugladen
In der Social Media Welt müssen wir zwischen Strategie, Umsetzung und den Werkzeugen mit denen wir die Strategie realisieren, unterscheiden. Einer der grössten Fehler ist es mit den Tools zu starten. Das käme einen Hausbau in einem Werkzeuggeschäft zu beginnen gleich. sucht sich die schönsten aus, um dann damit anzufangen das Haus zu bauen. Wir alle wissen, der richtige Weg ist es, beim Architekten beginnen und das die Handwerker die richtigen Tools kaufen. ABER: noch vor dem Architekten kommt die Auswahl des Bauplatzes. In der Social Media Welt ist es die Auswahl der Platformen auf denen wir uns bewegen wollen. Und diese werden AUSSCHLIESSLICH davon bestimmt wo unsere Kunden sind. Erst ein Netzwerk-Relevanzreport zeigt, welche Tools und Plattformen eigentlich wichtig sind – und das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.
Wir underscheiden zwischen
Netzwerk Plattformen
Hier geht es primär darum, andere Menschen kennen zu lernen oder die Verbindungen zu bestehenden Kontakten zu vertiefen. Die meisten dieser Platformen verfügen über umfangreiche Funktionen wie Gruppen, Chat und vieles mehr. Hierzu zählen die grossen Netze, allen voran Facebook, Twitter, LinkedIn aber auch mehr landesspezifische Netze wie Xing im deutschsprachigen Bereich, Orkut in Latein Amerika, RenRen oder QZone in China, Cyworld in Süd Korea.
Community Plattformen
Im Gegensatz zu den Netzwerk Plattformen geht es hier darum sich mit ganz speziellen Inhalten auseinander zu setzen. Viele der Netzwerke bieten ähnlich Funktionen jedoch setzen sich Communities immer weiter durch. So gibt es grosse Communities wie Focus und Quora wo es hauptsächlich um Fragen und Antworten geht, Social Capital Communities wie Empire Avenue oder auch Millionen von Communities die in Google Groups, rund um Wikis, oder in den Gruppen der primären Netzwerke wie Facebook oder Xing entstehen.
Content Sharing Plattformen
Hierbei geht is in erster Linie darum Bilder, Videos, Musik, Links (Bookmarks), Texte (Blogs) mit anderen zu teilen. Interessante Produkte sind hier YouTube, Vimeo, Flickr, Pintrest, Spotify, Stumble, Digg, WordPress, Blogger.
Social Commerce Plattformen
Hier geht es darum, Produkterfahrungen mit anderen zu teilen. Findige Softwarehersteller bieten aber e-commerce Lösungen an, in welchen Kunden Wunschlisten öffentlich zur Verfügung stellen und/oder Produkte ganz einfach bewerten.
Social Media Monitoring
Bevor man eine Social Media Strategie entwickelt, wird man erst einmal wissen wollen, wo die Kunden sind und was ihnen wichtig ist. Social Media Monitoring wird danach eingesetzt um ständig auf dem Laufenden zu sein. Hierzu werden Produkte wie Radian6, Social Mention, Ttwitalyze, Rowfeeder u.a. eingesetzt.
Presence Tools
Nichts ist frustrierender als eine Menge Zeit in Inhalte und Posts zu investieren und dann nicht in der Lage sein, all die Inhalte zu jeder Zeit vorstellen zu können. Da die Liste, wie wir oben sehen lang ist, sind Presence Tools besonders wichtig. Firmen Wie XeeMe, Aboutme, FollyFollowMe bieten hier leistungsfähige Produkte, die bei der Vermarktung von Inhalten strategisch wichtig sind.
Automation Tools
Etwas mehr umstritten sind Social Media Automation tools. Einerseits wollen wir uns von der automatisierten Welt weg bewegen und den echten Dialog mit dem Kunden suchen und dann aber beginnen wir schon wieder diesen "Dialog" zu automatisieren. Hierbei geht es um Twitter Inhalte zeitversetzt zu verschicken, Anfragen automatisch zu beantworten, neue Kontakt automatisch zu folgen und so weiter. Tools sind hier TweetAddr, BufferApp, SocialOmph und hunderte andere.
Generelle Tools
Unter diese Kategorie fallen eine unmenge wichtiger aber auch weniger wichtige Werkzeuge wie URL Shortener mit welchen lang URLs auf wenige Zeichen verkürtzt werden, z.B. bit.ly, Bilder transfer tools wie Instagram, Telefon tools wie Jaxtr, Event tools wie Meetup oder Eventbrite.
Keine Konsolidierung in Sicht
XeeMe zum Beispiel unterstützt über 200 Social Media Produkte und bieten seinen Anwendern detailierte Reports über Netzwerk-Relevanz. Hier wird ganz besonders deutlich, welche dieser Netze in einem fast unüberschaubaren Produkt-Dschunglel für ein Unternehmen oder auch Person relevant sind. Deutlich wird auf jeden Fall eins: Man kann sich nicht auf ein oder zwei Tools beschränken. Die Vielzahl wird durch die Kunden und wichtigsten Kontakte diktiert. Um auf den Hausbau zurück zu kommen: Hammer und Säge reichen im heutigen modernen Hausbau nicht mehr aus. Und selbst im fertigen Haus muss der Bewohner in der Lage sein, mit Heizung, Lichtschaltern, Herd, Waschmaschine, TV, Radio, Kippfenstern, Sicherheitsschlössern und vielem mehr umzugehen – nur ist es heute zum täglichen Umgang geworden, über den wir kaum noch nachdenken.
Schlussendlich ist zu sagen: wann und welche Tools zum Einsatz kommen bestimmt die Social Media Strategie. Wer mit den Tools anfängt kann sich zwar üeber die Möglichkeiten inspirieren lassen, sollte aber auf keinen Fall die Gesamtzielsetzung einer Social Media Initiative aus den Augen verlieren.
Axel
http://XeeMe.com/AxelS
(meine komplette Social Presence)




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