Der US Wahlkampf in 2008 war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte von Social Media. Wie sieht die Entwicklung für 2012 aus? Im Moment ist President Obama der eindeutige Leader in Wahlkampf 2012 wenn man die Emotionen der americanischen Befölkerung im social Web liest.
Gemäß einer Studie der americanischen Overdrive Interactive, die verschiedenste Daten aus dem social Web gesammelt und akumuliert hat, hat Barack Obama eine größere Beliebtheit als alle anderen Kandidaten zusammen. So weit so gut, aber was bedeutet dies?

Einfluss ist ein komplexes und kompliziertes Biest. Und Social Media ist ein interessanter Weg mehr über Einfluss zu lernen als je zuvor. Eines ist sicher: Extrovertierte öffentlich sehr engagierte Menschen sind einflussreicher als als diejenigen die warten und sehen, hoffen und sich wundern.
Es ist also auch kein Zufall dass Menschen in Social Networks eher die exponierten und extrovertierten Einflussnehmer sind. Mit der "Democratisierung von Einfluss" hat nun jedoch so ziemlich jeder zumindest die Möglichkeit mehr Einfluss auszuüben. Gleichzeitig wird es immer schwerer die Massen mit traditionellen Medien zu beeinflussen. Zumindest in den USA ist heute die engagierte Bevölkerung bereits "lauter" als die traditionellen medien.
Im Laufe des Wahlkampfes werden mehr und mehr Mitglieder der Bevölkerung ihre Meinung äussern. "Likes" und "Follows" scheinen oberflächlich betrachtet nur eine bedeutungslose Stimmabgabe – aber tatsächlich ist es doch nicht so viel anders wie das Kreuz auf einem Wahlzettel – Oder?
Balance der Interessen. Es wird spannend zu beobachten sein wie Social Media von den einzelnen Kandidaten genutzt werden wird um ihren Einfluss zu vergrössern und ihre Attraktivität zu steigern. Zur gleichen Zeit wird es auch interessant zu sehen sein wie die amerikanische Bevölkerung ihrerseits das Medium nutzen wird um sicher zu gehen daß ihre Interessen in der Wahl am 6. Nov 2012 wiedergespiegelt werden.



