Die Lebensmittelindustrie ist eine der ältesten und konservativsten Industrien. Social Media?
Bestimmt nicht. eCommerce? Nein Danke. Internet? Wenn es denn unbedingt sein muss – aber so, dass der Kunde uns nicht in unserer Arbeit belästigen kann.
Die Firma Wirths in Frankfurt war das angesehenste Unternehmen, wenn es um die “Echt Frankfurter” ging. Unter “Würstchen Spezialisten” waren es die Besten. Und dennoch musste Wirths schliessen. Das Unternehmen hatte sich nie um den eigentlichen Kunden – den Konsumer ihrer Produkte gekümmert. Es war extrem schwierig, als Verbraucher, die begehrten Würstchen zu bekommen. Und je schwieriger es wurde, je mehr wurden substituierende Produkte gekauft. Der angebliche Bedarf ging zurück und irgendwann hat die Distributionskette kein Interesse mehr am Produkt. Frankfurter “Made in China – guaranteed no dog meet inside” – ist das unsere Zukunft?

In der Social Media Welt müssen wir zwischen Strategie, Umsetzung und den Werkzeugen mit denen wir die Strategie realisieren, unterscheiden. Einer der grössten Fehler ist es mit den Tools zu starten. Das käme einen Hausbau in einem Werkzeuggeschäft zu beginnen gleich. sucht sich die schönsten aus, um dann damit anzufangen das Haus zu bauen. Wir alle wissen, der richtige Weg ist es, beim Architekten beginnen und das die Handwerker die richtigen Tools kaufen. ABER: noch vor dem Architekten kommt die Auswahl des Bauplatzes. In der Social Media Welt ist es die Auswahl der Platformen auf denen wir uns bewegen wollen. Und diese werden AUSSCHLIESSLICH davon bestimmt wo unsere Kunden sind. Erst ein Netzwerk-Relevanzreport zeigt, welche Tools und Plattformen eigentlich wichtig sind – und das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

